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Zusammengefasst dürfen Sie für einen Welpen-preis von 900 bis 1000 EURO für einen BCD-Welpen folgendes erwarten :

  • Eine Mutterhündin, die mehrfach ausge-
    stellt wurde oder einer Formwert-Zuchtz-
    ulassung unterzogen wurde
  • Wenn Sie den Züchter danach fragen, wird
    er Ihnen die Ausstellungsurkunden zeigen.
  • Ansicht der HD-Bescheinigung der Mutterhündin
  • Ansicht der DNA-Auswertung der Mutter-
    hündin
  • Jeder seriöse Züchter führt ein Zwinger-
    buch.
  • Hieraus können Sie ersehen, daß jede
    Hündin des Züchters gemäß den Richt-
    linien des VDH nur einen Wurf pro Jahr hat.
  • Zuchtbedingungen, die auch nicht den geringsten Zweifel bei Ihnen aufkommen
    lassen, daß die Welpen mit der entspre-chenden Aufopferung des Züchters sozial
    auf
    den Menschen geprägt wurden.
  • die Ansicht weiterer Beagle des Züchters,
    die so gepflegt sind, daß Sie auch diese
    Beagle am liebsten gleich mit nach Hau-
    se nehmen würden.
  • Bei einem Züchter, der fünf Jahre züchtet, sollten Sie auch mindestens eine sieben
    Jahre alte Beaglehündin sehen.
  • Bei einem Züchter, der zehn Jahre züchtet, sollten Sie auch mindestens eine zwölf
    Jahre alte Beaglehündin sehen.
  • Mit acht Wochen alten Welpen sollte sich
    die Mutterhündin in einwandfreier Kondi-
    tion und normalem Ernährungszustand
    befin-
    den.
  • Eine magere Hündin mit noch deutlich hängendem Gesäuge ist "ausgelutscht".
  • Bei einem solchen Zustand dürfen Sie
    davon ausgehen, daß der Züchter aus
    Gründen der Gewinnmaximierung auf die Zufütterung der Welpen und der Hündin verzichtet.
  • Es gibt keinen Grund, warum Sie die Mutterhündin nicht zusammen mit allen Welpen beobachten dürfen.
  • Wenn weitere Beagle beim Züchter Leben,
    so sollten Sie auch die Anwesenheit die-
    ser Beagles bei den Welpen erleben dür-
    fen. Beagles sind bei sorgfältiger Auswahl
    der Verpaarung absolut aggressionslos.
    Nur wer eine diesbezügliche züchterische
    Schwäche zu verbergen hat, wird die Zu-
    sammenkunft aller Beagles zu verhindern
    suchen.
  • Wenn Ihnen auch stolz das Vatertier präsentiert wird, so seien Sie skeptisch.
  • Sie zahlen mit Ihrem Welpenpreis auch anteilig einen Deckakt mit. Zucht bedeutet Bestenauslese ...... und das Beste ist sel-
    ten im eigenen Hause.
  • Eine Ausnahme sollte nur dann gegeben
    sein, wenn es sich bei dem im eigenen
    Hause befindlichen Rüden um einen
    mehrfach prämierten Beagle mit mehreren
    anerkannten Titeln handelt.
  • Um die scheinbar unendliche Geschichte
    zum Abschluß zu bringen :
    Wenn Ihnen ein Beagle für unter 900 EUR angeboten wird, so schätzen Sie den Wert
    der Zucht anhand der gegebenen Darstel-
    lung ab. Nutzen Sie die Checkliste und
    wägen Sie vor dem Hintergrund der ein-
    gangs errechneten "Lebenshaltungs-
    kosten" ihres neuen Beagles von mindes-
    tens 5.400 EUR eher aber 9.900 EUR (bis
    zum 15. Lebensjahr) ab, ob Ihnen ein
    eventuell fehlender Punkt der Checkliste
    die Differenz in der Anschaffung Wert ist.


Warum ein Welpe 1000 EUR kostet

Das rechnet eine BCD-Züchterin (Beagle) auf ihrer Website Interessenten vor:
Ist ein Preis von 900 bis 1.000 EURO für einen Welpen gerechtfertigt ?
Die Beantwortung dieser Frage bedarf einer etwas weitergehenden Ausführung.

 
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Fangen wir mit der Mutterhündin an. Sie wird eines Tages als Welpe bei einem BCD-Züchter für 900 Euro gekauft. Dieser Welpe soll in zwei Jahren selber einmal Muttertier werden, sofern sie sich gut entwickelt und zur Zucht zugelassen wird.

Während dieser Entwicklungsphase wird die Hündin Ihre 12-Wochen-Impfung für ca. 40 EURO erhalten. Es wird ebenso im Ater von ca. 20 Wochen die Auffrischung der Tollwutimpfung für ca. 20 Euro erfolgen wie auch das erste mal die jährliche Auffrischung der Impfstoffe für ca. 50 Euro.

Ebenso halten wir uns an die Empfehlung der vierteljährlichen Entwurmung. Die diesbezüglichen Medikamente kosten ca. 10 Euro / Anwendung.

Neben den ca. 20 Euro reinen Futterkosten pro Monat summieren sich die Kosten eines
gesunden Beagles bis zum Alter von zwei Jahren auf ca. 630 Euro auf.

Diesen Betrag wird jeder verantwortungsbewusster Beaglebesitzer innerhalb der ersten
beiden Lebensjahre mindestens ausgeben.....egal ob er züchten will oder nicht!!!!
Wenn Sie also den Kauf eines Beagle (oder eines Hundes gleicher Größe) beabsichtigen,
seien sie sich darüber bewusst, daß ein absolut gesunder Hund mittlerer Größe, neben
viel menschlicher Zuwendung, monatliche Kosten von ca. 30 Euro "verursachen" wird.
Bei einem gesunden Beagle dürfen Sie von einer Lebenserwatung von 12 bis 18 Jahren ausgehen........das entspricht also einem Posten von ca. 15Jahren x 12Monaten x 30 Euro.
Auf die Summe von ca. 5.400 Euro (ohne auch nur einmal zusätzlich beim Tierarzt gewe-
sen zu sein) werden wir später noch einmal zurückgreifen.

Kehren wir wieder zurück zu unserer Zuchthündin, zwischenzeitlich 2 Jahre alt und noch
nicht zur Zucht zugelassen. Für die Zucht in einem der FCI angeschlossenen Vereine müs-
sen Sie sich gebührenpflichtig einen international geschützten Zwingernamen reservieren
lassen. Diese Gebühr in Höhe von ca. 150 Euro beinhaltet auch die im BCD zu absolvieren-
de Züchterprüfung über Grundkenntnisse der Zucht, genetische Vorgänge und züchterische
Ethik. Die zur erfolgreichen Absolvierung der Prüfung erforderliche Literatur wird für einen
Betrag von ca. 80 EURO erworben.
Jetzt sind zwar wir als Züchter international zertifiziert und berechtigt im Sinne des einzig
weltweit organisierten Züchterverbandes zu agieren, jedoch muß auch unsere Hündin wei-
tere Voraussetzungen erfüllen.
So ist der erfolgreiche Besuch von mindestens drei Ausstellungen ebenso vorgeschrieben
wie eine HD-Untersuchung und die Erstellung eines genetischen Fingerprints.

Wir haben mit unsern Beagles zahlreiche Ausstellungen zwischen Engesvang (in Däne-
mark) und München, ebenso wie zwischen Amsterdam und Berlin besucht. Wenn wir jetzt
einmal die weiter entfernten Ausstellungen, die nicht selten zwei Übernachtungen mit sich
bringen, außer Betracht lassen, so ist eine mittlere Entfernung zwischen Ausstellung und
Wohnsitz von ca. 200 km durchaus realistisch.
Neben den Meldegeldern in Höhe von jeweils ca. 50 Euro / Ausstellung, den PKW-Kosten
von ca. 100 EURO / Ausstellung gibt der Züchter noch ca. 120 EURO für die HD-Röntgen-
aufnahme beim Tierarzt aus. Hinzu kommen noch einmal ca. 50 Euro für die DNA-Probe.
Die DNA- und HD-Auswertung durch einen vom VDH als sachkundig zugelassenen Ver-
trauensarzt wird uns als Züchter eine weitere Gebühr von ca. 150 Euro abverlangen.
Jetzt haben wir unsere Hündin zur Zucht zugelassen. Welpenkaufpreis, Futterkosten,
Impfungen, Wurmkuren, Zwingerschutz und Zuchtzulassung umfassen nun eine Voraus-
leistung von ca. 2.530 EURO.

Betrachten wir nun die reinen Kosten, die um einen durchschnittlichen 5er Wurf (statistische,
mittlere Wufgröße bei Beagles zwischen den Jahren 1990 und 2003 beträgt 4,5 Beagle)
herum anfallen.
Als erstes sollte man sich beim Tierazt vergewissern, daß die Hündin keinerlei gefährli-
chen Keime mit sich führt. Erfahrene Besitzer erfolgreicher Deckrüden fordern einen ent-
sprechenden tierärztlichen Nachweis zum Schutz ihres Deckrüden und der nachfolgend
zu belegenden Hündinnen. Diese Bescheinigung schlägt mit ca. 100 Euro zu Buche. Der Deckrüdenbesitzer wird eine Decktaxe von ca. 500 Euro erhalten. Dafür darf die Hündin
dann auch mindestens zweimal innerhalb eines Zeitraumes von vier Tagen belegt werden.
Bei einer mittleren Entfernung von ca. 200km zum Deckrüden darf der Wert des Deckaktes
mit ca. 800 EURO angenommen werden.

Nach guter Pflege der Hündin und so mancher Extraportion besonders nahrhaften Futters
(ca. 50 EURO extra) erblicken die Welpen nach ca. 9 Wochen das Licht dieser Welt...natür-
lich nur bildlich....die Augen und Ohren öffnen sich ja erst später.

Nach ca. 2 Lebenswochen kommt der Tierarzt und kontrolliert die Aufzuchtbedingungen
und den Zustand der Welpen und der Mutterhündin. Bei diesem erforderlichen Hausbe-
such (ca. 50 EURO) erhalten wir eine Bescheinigung, die uns berechtigt die Ahnentafeln
zu beantragen. Diese treffen in der vierten oder fünften Lebenswoche gegen eine Gebühr
von ca. 250 EURO bei uns ein.

Die Welpen sind nun vier bis fünf Wochen alt, die Hündin erhält seit dem Wurf zur Unter-
stützung "Welpenmilch" und zusätzliche, kalziumreiche Präparate. Allein für die Hündin
werden bis zur achten Lebenswoche der Welpen zusätzliche Futterkosten in Höhe von
ca. 200 Euro erforderlich. Die Welpen werden ab der vierten Woche ebenfalls zur Ent-
lastung der Mutterhündin von uns zugefüttert. Bis zur achten Lebenswoche werden auch
unsere fünf Welpen insgesamt für ca. 100 EURO zusätzlich Nahrung aufgenommen haben.

Nicht zu vergesse ist die regelmäßige Entwurmung der Welpen. Unsere Welpen erhalten
am 14. , 24. , 34. , 44. und 54. Tag eine Wurmkur. Würmer werden von jeder Mutterhündin
an die Welpen übertragen. Jede Hündin hat sie und gibt sie an die Welpen weiter. Es ist
daher unheimlich wichtig, daß die Welpen und die Mutterhündin während der Säugezeit
regelmäßig entwurmt werden. Die Kosten hierfür betragen weitere ca. 100 EURO.

In der achten Woche erhalten die Welpen ihre erste Impfung durch den Tierarzt bei uns zu
Hause. Bei diesem Besuch untersucht der Tierarzt die Welpen nach anatomisch zu erken-
nenden Fehlern und hört die Atemwege und die Herztöne ab. Bei Rüden wird auch das Vorhandensein der beiden Hoden kontrolliert. Die Ohren werden untersucht und die Zahn-
stellung kontrolliert. Bei den angenommenen fünf Welpen sind dies noch einmal ca.
400 EURO.

Zusammengefasst ergeben sich unmittelbar durch einen durchschnittlichen Wurf verur-
sachte Aufwendungen in Höhe von ca. 1.950 EURO. Für den ersten Wurf geht der Züchter
also mit ca. 4.500 EURO in finanzielle Vorleistung.
Exakt diesen Betrag erzielt er durch den Verkauf seiner fünf Welpen.

Der besonders kritische Leser wird jetzt anmerken, daß die Kosten des zweiten Wurfes
aber nicht mehr so hoch sein werden.
Richtig.
Es wird keine Aufwendungen mehr für den Kauf der Hündin, die Zwingerzulassung und die Zuchtzulassung der Hündin entstehen.
Beim zweiten Wurf wird sich somit ein "Überschuß" herausstellen. Rechnen wir mal aus....
die Hündin ist jetzt ein Jahr Älter......12 x 30 EURO plus 1.950 EURO wurfgebundene Kosten
sind zusammen ca. 2.400 EURO.
Ab dem zweiten Wurf ergibt sich somit ein "Überschuß" von ca. 2.100 EURO.
Bei durchschnittlich 5 Würfen je Hündin liegt der Gewinn somit bei ca. 8.400 EURO !!!!
????? 8.400 EURO Gewinn aus fünf durchschnittlichen Würfen ?????
An dieser Stelle sei noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, daß bei der vorange-
gangenen Betrachtung alle fünf Geburten "bilderbuchmäßig" perfekt stattgefunden haben.
Es gab keinen Kaiserschnitt, die Hündin und alle 25 Welpen hatten keinen einzigen ge-
sundheitlichen Zwischenfall, der den zusätzlichen Besuch eines Tierarztes erforderlich
machte.
Weiterhin sind alle 25 Welpen fehlerfrei gewesen und haben somit jeweils den maxima-
len Kaufpreis von 900 EURO erzielt !
Nur unter dieser einschränkenden Sichtweise sollte jetzt auch weiter gelesen werden !!!

Den maximalen Gewinn fahren jetzt die Züchter ein, die sich aus der Verantwortung ziehen
und sich der "ausgedienten" Zuchttiere entledigen...... denn im Alter kommen auch beim
Tier die sogenannten "Wehwehchen". Und unsere Hündin ist jetzt ja erst maximal 8 Jahre
alt..... und soll ja noch 7 Jahre leben. In den sieben Jahren wird sie aber noch mindestens
7 x 12 x 30 = ca. 2500 EURO an Nahrung, Wurmkur und Impfung "verbrauchen".
Somit bleiben ca. 8.400 minus 2.500 = 5.900 EURO zur freien Verwendung.

Wir wollen an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich daran erinnern, daß bei unserer "Modellrechnung" die Hündin in Ihrem gesamten 15-jährigem Leben nicht einmal krank
war. Dies ist in höchstem Maße unrealistisch, aber wie will man die durchschnittlichen
Tierarztkosten ermitteln ???
Wir versuchen es einmal mit dem "versicherungstechnischem Ansatz".
Wenn es neuerdings Tierkrankenversicherungen für ca. 40 EURO / Monat gibt, dürften die
wahren, durchschnittlichen Kosten bei vielleicht 25 EURO / Monat liegen.
(In den 40 EURO Versicherungsprämie sind nur außergewöhnliche Fälle versichert, also
keine Impfungen und Wurmkuren !!)
15 Jahre mit jeweils ca. 25 EURO / Monat ergibt einen Aufwand von ca. 4500 EURO.

Realistisch betrachtet bleiben somit also maximal 5.900 - 4500 = 1.400 EURO als erziel-
barer "Gewinn".......aber nur wenn man auch weiterhin alle Randbedingungen wie z.B.
Wurfkiste, Welpenzimmer, Welpenauslauf, Hundezimmer, häufigere Renovierung, Ein-
zäunung des Grundstückes, zusätzliche Stromkosten für Welpen-Rotlicht, Waschma-
schine/Trockner sowie zusätzliche Heizkosten, Bewirtung der Welpeninteressenten, Tele-
fonkosten, Infomaterial für die neuen Welpenbesitzer, Besuch weiterer als der zur Zulas-
sung notwendigen Ausstellungen, Reinigungsmittel, Einstreu, Hunddecken, Hundekörb-
chen, Hundeboxen, Welpenspielzeug, Leckerchen, angenagte Möbel, zweit- und Drittleine
incl. Halsband.........

Und haben Sie eine Vorstellung von dem Zeitaufwand für eine "sorgenvolle" Hausaufzucht
eines Wurfes ?? Die Zeit, die wir für all unsere Beagles aufwenden betrachten wir selbst-
verständlich als Hobby.

© C. S.

 

 
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